Diözesanverband St. Gallen

Wir sind der Diözesanverband St. Gallen

Wir wollen in enger Zusammenarbeit mit dem Schweizer Katholischen Bibelwerk (SKB) an der Bibel Interessierten in unserem Bistum, insbesondere den Aktiven im kirchlichen Dienst, helfen...

Gerne helfen wir auch mit

Aktuelles

Die Bibel lesen - mit Herz und Verstand: "Ein Herz und eine Seele". Aufmerksamkeit schulen, Verschiedenheit aushalten, Zuhören lernen
Lectio-divina-Reihe 2026

Biblische Texte hören - mitgestalten - diskutieren

Die Lectio divina ist ein sehr einfacher Weg, die Bibel kennenzulernen. Voraussetzung ist allein die Freude am Lesen und Entdecken des Textes und am gegenseitigen Austausch darüber, was beeindruckt, irritiert oder ermutigt. Im Prozess geleitet uns die moderne Form eines - wie der Name schon vermuten lässt - höchst traditionsreichen Verfahrens, die Bibel als lebendige Quelle zu nutzen, die eigene Gottesbeziehung immer wieder neu zu entdecken und dabei zugleich aus den Einsichten anderer etwas für sich zu gewinnen.

Mehr als Brot und Wein. Texte vom Hungern und Sattwerden, von Begegnung und Verwandlung

1. Gott sorgt für alle (Jes 25,6-10 a)
Gott lädt zum "Festmahl auf dem Berg". Alle Völker, auch die Feinde, werden zu Tischgenossen. Wo Gott regiert und Menschen zusammengeführt werden, herrschen paradiesische Zustände.
scheduleDienstag, 25. August 2026, 19 Uhr, Jumaheim, Schulstrasse 8, Mörschwil

2. Voll viel - und das ist erst der Anfang! (Joh 2,1-11)
Das Weinwunder in Kana ist nur auf den ersten Blick eine Verwandlung von Wasser in Wein für eine durstige Hochzeitsgesellschaft. Die Hochzeitsgäste - und auch wir - werden eingeladen, den göttlichen Lichtglanz um Jesus zu erkennen und darauf zu vertrauen, dass er sich offenbart, immer wieder neu.
scheduleDienstag, 29. September 2026, 19 Uhr, Jumaheim, Schulstrasse 8, Mörschwil

3. Was uns nährt (Lk 10,38-42)
Die Erzählung von Marta und Maria bricht traditionelle Frauenrollen auf. Doch was ist mit dem einen Nötigen gemeint, von dem Jesus spricht? Die Antwort auf diese Frage ist nicht immer einfach zu finden.
scheduleDienstag, 13. Oktober 2026, 19 Uhr, Jumaheim, Schulstrasse 8, Mörschwil

4. Versorgt in Zeiten der Dürre (1 Kön 17,1-16)
Der Prophet Elija wird auf wundersame Weise mit Nahrung versorgt. Dabei zeigt sich, für den Gott Israels spielen traditionelle Grenzen keine Rolle: die erste, die Elija zu essen gibt, ist eine ausländische Witwe.
scheduleDienstag, 10. November 2026, 19 Uhr, Jumaheim, Schulstrasse 8, Mörschwil

5. Wo das Feuer schon brennt (Joh 21,1-14)
Das Morgenmahl der Jünger am Kohlefeuer mit Jesus am See zeigt, Gott hat alles für uns vorbereitet. Wir können das Unsrige tun und beitragen - das Wesentliche ist schon da und wartet auf uns. Wir sind eingeladen, die Spuren Gottes in unserem Leben zu entdecken.
scheduleDienstag, 15. Dezember 2026, 19 Uhr, Jumaheim, Schulstrasse 8, Mörschwil

Die Veranstaltungen können problemlos einzeln besucht werden und bauen nicht aufeinander auf.

Die Vorbereitungsgruppe mit Isabelle Müller-Stewens, Bernd Ruhe, Remo Wäspi

Themenweg: Jüdische Spuren in St.Gallen. Ein Spaziergang
Vom alten jüdischen Friedhof Hagenbuch zur Synagoge am Roten Platz

Sonntag, 30. August 2026, 15.00 bis 18.30 Uhr, zusammen mit der Christlichen Sozialbewegung, KAB St. Gallen

Zum Anlass "Vom alten jüdischen Friedhof Hagenbuch zur Synagoge am Roten Platz" mit Dr. Roland Richter und Rabbiner Dr. Shlomo Tikochinski herzliche Einladung!
Treffpunkt: Bushaltestelle Grossacker (ab Bahnhof Linie 1, Stephanshorn oder Linie 2, Guggeien). Abschluss in der Synagoge bzw. im Jüdischen Gemeindezentrum am "Roten Platz".
Um Anmeldung wird gebeten: b.ruhe@bluewin.ch

Nähere Informationen auf der Webseite https://www.kab-sg.ch

Angebote für Pfarreien:
Vortrag - Gespräch - Bilder
mit Dr. Bernd Ruhe und Isabelle Müller-Stewens

1. Von Gott erzählen mit neuen Wörtern: Entdeckungen in der neuen Einheitsübersetzung

Mitte Dezember 2016 erschien die überarbeitete Einheitsübersetzung der Bibel, die seit 1980 im deutschsprachigen katholischen Raum benutzt wird, insbesondere in der Liturgie. Angesichts umgangssprachlicher Veränderungen und neuer exegetischer Erkenntnisse beschlossen die deutschsprachigen Bistümer nach nunmehr über 40 Jahren eine Überarbeitung dieser Einheitsübersetzung, eine Arbeit, die sich durchaus gelohnt hat.
Was aber hat sich genau geändert? An verschiedenen Textbeispielen möchten wir die neue Einheitsübersetzung vorstellen und die Bedeutung der nun abgeschlossenen Übersetzungsarbeit erläutern. Es sind verschiedene spannende, manche belustigende und auch theologisch wichtige Veränderungen, die sich innerhalb der nun vorliegenden Einheitsübersetzung finden.

2. Fluchtlinien - Biblische Geschichten von Migration und Heimatlosigkeit

Unterschiedliche Zeiten, Kulturen, Missstände, Unterdrückung, Terror, Hunger und Obdachlosigkeit bewegen Menschen, ihre angestammte Heimat aufzugeben. Oft sind sie sich nicht bewusst, wohin das führt. Bei der Lektüre der verschiedenen Geschichten und Traditionen aber wird klar, dass diese Fluchtlinien von Migration und Heimatlosigkeit ein durchgehendes Thema der Bibel sind und zu den Grunderfahrungen des Menschen gehören. In einem ersten Überblick wollen wir mit verschiedenen Traditionen von Flucht- und Migrationsgeschichten bekannt machen:

  • Vertreibung und Exil als Grunderfahrungen des Menschen
  • Abraham: einer grossen Hoffnung und Verheissung folgen
  • Exodus: Flucht vor menschenunwürdigen Repressionen
  • Die Tora: Gesetze zum Schutz für Flüchtlinge
  • Rut oder Nehemia: Beziehung statt Abgrenzung
  • Jesus: Flucht vor Verfolgung
  • Von Jesaja zu Paulus: Völkerwallfahrt zum Zion und himmlisches Bürgerrecht für alle, die Gott suchen.

3. Stolpersteine in der Bibel

Viele Texte der Bibel kommen uns anstössig vor, weil sie in unsere Vorstellungen von einem guten Leben nicht recht passen wollen oder auch nach moralischen Kriterien höchst dubios erscheinen. Mit der Reihe "Stolpersteine in der Bibel" wollen wir solche Texte aufgreifen, von möglichst verschiedenen Seiten beleuchten und diskutieren. Oft verraten sie uns sehr Überraschendes über unsere eigenen Glaubenshaltungen und Glaubenstraditionen.

Bisher ausgearbeitete Themen:

  • Führt Gott in Versuchung?" Zur Diskussion der 6. Vaterunser-Bitte
  • Die "Opferung Isaaks"
  • Paulus mit den Frauen: Die Frau soll in der Versammlung schweigen! (1 Kor 14,34)
  • Judas - Verräter, Teufel, Heiliger?
  • Eva - Verführung zum Leben

personAnfragen an Bernd Ruhe | bernd.ruhe@bibelwerk-sg.ch | Tel. 078 855 11 95

Die Zeitschriften des Katholischen Bibelwerks:
"Bibel und Kirche" / "Bibel heute" / "Welt und Umwelt der Bibel"

Die Bibel: ein Buch mit sieben Siegeln? Das muss nicht sein! In den Zeitschriften des Schweizerischen Katholischen Bibelwerks werden Bibeltexte im Spiegel von heutigen Lebensfragen, Fragen der Gesellschaft und des Glaubens beleuchtet. Auch der zeitgeschichtliche Entstehungskontext biblischer Texte wird erläutert. In zugänglicher Sprache und theologisch fundiert wird so eine gute Grund- und Ausgangslage zum Lesen der Bibel bereitgestellt.

Die aktuelle Ausgabe von "Welt und Umwelt der Bibel" (3/2026): Wikinger - Könige - Bibel

Das neue Heft der Zeitschrift Welt und Umwelt der Bibel 3/2026 geht der Christianisierung Skandinaviens nach.
"Raue Landschaften prägen das Bild von Skandinavien. Ebenso raue Männer bevölkern die Geschichte Skandinaviens: Wikinger mit stählernen Körpern, langen Bärten, scharfen Äxten, die mit ihren Schiffen die Küsten Nordeuropas unsicher machten." Mit diesen Worten eröffnen die Herausgeber, Berenike Jochim-Buhl und Philipp Graf, das neue WUB-Heft und greifen damit uns bekannte Vorstellungen und Klischees über die vorchristliche Religionsgeschichte Skandinaviens auf. Dass die rechtsextreme Szene regelmässig auf solche Mythen zurückgreift, sollte zu denken geben. Umso wichtiger ist es, dass WUB mit diesem Heft viele religiöse Vorstellungen, die der Zeit der Wikinger entstammen, in ein seriöses Licht stellt, aber auch der Bedeutung und dem Einfluss des Christentums in dieser Zeit nachgeht.
Im eröffnenden Artikel liefert Rudolf Simek - In welche Welt kommt das Christentum nach Skandinavien? - einen Überblick über die Geschichte des Christentums in dieser Gegend vom 7. - 12. Jahrhundert. Weitverzweigte Handelsbeziehungen zeigen, dass die christlichen Missionare, u.a. auf der Basis der Expansion der Wikinger, nicht auf eine geschlossene Gesellschaft trafen. Kleine christliche Zentren bildeten sich um Königshöfe oder bestimmte Fürsten, die den Glauben annahmen. Auch wurden die alten religiösen Vorstellungen nicht einfach abgelegt, sondern koexistierten mit dem neuen Glauben. Die bei Wikingern praktizierte Sklaverei blieb eine Dauerthema, mit dem sich das Christentum auseinandersetzen musste, nicht immer erfolgreich.
Verena Höfig stellt verschiedene alte nordische Religionen vor. Sie bilden keine systematische Einheit, die Mythologie kennt keine einheitlichen Schriften. Vor allem sind diese Religionen stark diesseitig orientiert und ereignisbezogen. Auch eine Priesterkaste existiert nicht. Schriftliche Quellen sind erst seit dem 13. Jh. bekannt und vielfach christlich geprägt.
Andreas Müller stellt die Bedeutung eines der wichtigsten Missionare im 9. Jh. vor, Ansgar. Ansgar wurde später Erzbischof von Hamburg und Bremen und war ein wichtiger Initiator bei der Verbreitung des christlichen Glaubens. Sein Wirken spiegelt die Lichtseiten der christlichen Missionierung (Armenfürsorge) und zeigt manche Schattenseite (Ausweitung von Macht).
Eine der wichtigsten Städte während der Wikingerzeit war im 9. Jh. Haithabu an der Schleie, heute Weltkulturerbe in Norddeutschland. Matthias Simon Topiak stellt uns diese international damals bedeutende Handelsstadt zwischen Nord und Ostsee vor. Hier kamen Menschen verschiedener Religionen zusammen. Von hier breitete sich das Christentum Richtung Norden weiter aus. Christen bleiben jedoch noch lange Zeit eine Minderheit in Haithabu.
Klaus Blödl bespricht anhand archäologischer Funde und schriftlicher Quellen die Vermischung der Religionen, was sich z.B. anhand vielfältiger Grabbeilagen zeigt. Dabei hatten heidnische Riten nach Blödl eher eine diesseitige Bedeutung, während das Christentum mehr den Jenseitsglauben prägte. Thor und Christus etwa vermischten sich in dieser Vorstellungswelt.
Rita Burrichter beschäftigt sich in ihrem Beitrag mit der heiligen Brigitta von Schweden, geboren 1302, die mit ihren Visionen auch die Kunst massgeblich beeinflusste. Der Artikel präsentiert entsprechend interessante und überraschende Bilder, die Burrichter sehr anschaulich kommentiert.
Johannes Preiser-Kapeller analysiert die internationale Verbreitung der Wikinger. So finden wir, vielleicht einigermassen überraschend, in der Zeit vom 9. Jh. bis 1350, dem Untergang Konstantinopels, eine "Warägergarde" in Diensten der byzantinischen Kaiser, eine reich dotierte Leibgarde.
Abgeschlossen wird das Thema "Wikinger" mit einem Interview mit der Autorin Verena Höfig. Sie fasst die heutige Rezeption der Mythen und Lebensanschauungen der Wikinger zusammen: "Die nordische Mythologie verrät oft mehr über uns als über die Wikinger."
In diesem Sinne ist WUB 3/26 eine äusserst interessante und vielfach überraschende Einführung in die Welt der Wikinger und ihre Religionen gelungen. Die Beiträge zur Entwicklung des christlichen Glaubens im frühen Mittelalter in Nordeuropa zeigen vielfältige, zum Teil recht originelle Ansätze von Inkulturation.
Wichtige Hinweise auf aktuelle und weiterführende Publikationen zum Heftthema wecken Geschmack an einer Vertiefung der angesprochenen historischen und aktuellen Probleme der Entstehung und Entwicklung des Christentums in Skandinavien unter den Wikingern.

Bernd Ruhe

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Lectio-Divina-Bibel - Altes Testament / Neues Testament

Nach dreijähriger intensiver Arbeit ist mit Herbstanfang 2021 die Lectio Divina Bibel zum Alten Testament erschienen. Damit gibt es nun für das Alte und Neue Testament eine Bibelausgabe, die zu allen biblischen Texten Anregungen zum eigenen meditativen Bibellesen beinhaltet.

Bereits im Oktober 2019 erschien das Neue Testament der Lectio-Divina-Bibel im Verlag Katholisches Bibelwerk.
Zahlreiche Autorinnen und Autoren aus den unterschiedlichsten Bereichen kirchlichen Lebens haben viel Zeit, Sachverstand und Begeisterung in dieses Projekt gesteckt. Abschnitt für Abschnitt geben die Texte Hinweise auf interessante Entdeckungen im Bibeltext und regen zur persönlichen Reflexion an. Für Lectio-Divina-Neulinge gibt es eine Hinführung zu dieser Form der Schriftlesung sowie Tipps zur Gestaltung von Lesungen, ob privat oder in Gruppen.

Den Kommentar und die Erschliessungsfragen zum Matthäusevangelium im NT sowie im AT zu den Büchern Genesis und Richter haben Isabelle Müller-Stewens und Bernd Ruhe, Vorstandsmitglieder des Katholischen Bibelwerks St. Gallen, verfasst.
Bestellungen der Bibel AT und NT beim Katholischen Bibelwerk Schweiz bibelwerk.ch/d/shop